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Referenzen Energie

Schillerschule

Energetische Untersuchungen zum Neubau eines Ersatzklassentraktes

Auftraggeber
Stadt Bochum

Lage
Waldring 71, 44789 Bochum

Architektur
Klein+Neubürger Architekten

Leistungsumfang
Gebäudesimulation, LP 1-4 Bauphysik – Wärmeschutz,
Raumakustische Planung

Leistungszeitraum
2003

Brutto-Grundfläche
630 m²

Projektkosten
20 Mio.€

 

Telegramm

  • Kosteneinsparung durch Verzicht auf Klimatisierung
  • Optimierter Sonnenschutz
  • Regelungsstrategie aus Gebäudesimulation entwickelt

 

Vorhaben

Der Entwurf der Architekten Klein+Neubürger für die neuen Klassentrakte zeichnet sich durch eine hohe Transparenz und Klarheit aus, die einen bewussten Kontrast zum denkmal­geschützten Ziegel­gebäude der Schillerschule bilden. Die beiden viergeschossigen Baukörper beherbergen insgesamt sechs Klassen­räume sowie ein Schüler­kaffee im Souterrain und sind durch eine Glasfuge vom bestehenden Gebäude abgesetzt. Die Türme wurden als Stahlbeton-Skelett mit einer vorgehängten Fassade ausgeführt.

 

Aufgabenstellung

Mit dem Ziel der Verringerung des Energiebedarfes wurde bewusst auf eine Klimatisierung der Gebäude durch Kälte­maschinen verzichtet. Aufgrund der großen verglasten Fassaden­flächen wurde befürchtet, dass sich die Klassen­räume im Sommer stark aufheizen. Vorgeschaltete bau­physikalische Untersuchungen sollten die Einhaltung komfortabler Raum­temperaturen insbesondere in sommerlichen Über­hitzung­sphasen nachweisen.

 

Vorgehen

Mit Hilfe einer dynamisch-thermischen Gebäudesimulation war es möglich, die Entwicklung der sommerlichen Raum­temperaturen zu beurteilen und Konzepte für eine natürliche Lüftung / Kühlung des Gebäudes zu entwickeln. Eine gezielte Durch­spülung der Räume mit kühler Nachtluft sorgt dafür, dass die thermischen Massen des Gebäudes nachts auskühlen und am Morgen angenehme Temperaturen herrschen. Durch die Simulation wurden weiterhin Strategien zur Regelung der Lüftung sowie der Sonnen­schutz­einrichtungen untersucht und optimiert. Die Auswertung der sommerlichen Temperaturen zeigt, dass im Laufe des Jahres nur wenige Stunden mit inakzeptablen Temperaturen auftreten und auf eine künstliche Klimatisierung verzichtet werden kann. Dies bedeutet eine erhebliche Kosten- und Energie­einsparung sowie eine erhöhte Planungs­sicherheit für Architekten und Bauherrn.